Zur Übersicht [Alt+x]Zurück [Alt+y]

Aktionstag: 5 Foren für Ihr Engagement

Im Rahmen des Aktionstages waren Interessierte eingeladen, an einem von fünf praxisbezogenen Foren teilzunehmen.



(1) Klimaschutz – 20 Jahre nach Rio – Lokale Konzepte, Maßnahmen und Aussichten
Carsten Rothballer, Klimareferent, Klimateam, ICLEI - Local Governments for Sustainability, Europasekretariat, Freiburg

Internationale Klimapolitik ist langsam. Lokales Handeln wichtiger denn je. Durch kommunale Energiemaßnahmen in Baden-Württemberg kann auch das Klima in anderen Teilen der Welt geschützt werden. Der internationale Kommunalverband der Nachhaltigkeit, ICLEI – Local Governments for Sustainability, sucht deshalb durch Initiativen, Kampagnen und Projekte nach gemeinsamen Lösungsmöglichkeiten auf lokaler Ebene. Hierbei spielt sowohl der Ansatz über das internationale Parkett der Diplomatie als auch die konkrete Umsetzung auf Gemeindeebene eine Rolle.

Nach einem Impulsreferat über die Ergebnisse aus 20 Jahren Klimaschutz von Rio bis Durban und deren Bedeutung für die kommunale Ebene im globalen Süden wie auch Norden, sollen lokale Energie- und Klimakonzepte sowie Maßnahmen zwischen allen TeilnehmerInnen interaktive und humorvoll ausgetauscht werden. Im zweiten Schritt werden die Erfahrungen durch weitere Beispiele aus anderen europäischen Ländern ergänzt. Abschließend wird eine Aussicht in Verbindung mit Rio+20 gegeben und zu Möglichkeiten einer weiterführenden Umsetzung über die Veranstaltung hinaus eingeladen.



(2) ICH MUSS WEG! Freiwilligendienste für junge Menschen
Carolin Rehm, ehem. Freiwillige in Brasilien, Ludwigsburg
Isabel Sieloff, tipsntrips Jugendinformation Stuttgart
Lena Weingärtner, ehem. Freiwillige in Madagaskar, Mannheim

Ob Freiwilligendienste, Workcamps oder Praktika – viele junge Menschen zieht es für einige Zeit ins Ausland, speziell in Entwicklungsländer, um sich selbst ein Bild von den Lebensbedingungen vor Ort zu machen und in Projekten mitzuwirken. Das Forum „ICH MUSS WEG! Freiwilligendienste für junge Menschen“ zeigt Möglichkeiten des Engagements im Ausland auf und stellt persönliche Erfahrungen vor.

Es wird ein kurzer Überblick gegeben über die verschiedenen Möglichkeiten sich freiwillig im Ausland zu engagieren und u. a. werden die Freiwilligendienstprogramme weltwärts, kulturweit, Freiwilliges Soziales und Ökologisches Jahr im Ausland vorgestellt. Darüber hinaus berichten zwei ehemalige Freiwillige von ihren Erfahrungen ihres Einsatzes in Afrika und Lateinamerika.



(3) Motivation im Ehrenamt: Freiwillige gewinnen und halten
Martin Link, Leiter des Paritätischen Bildungswerks Landesverband Baden-Württemberg e. V., Stuttgart (angefragt)

Vom Engagement Freiwilliger profitieren alle: soziale Einrichtungen, Vereine oder Kirchengemeinden, weil sie durch die Mitwirkung motivierter Bürgerinnen und Bürger neue Wirkungsfelder erschließen und neue Partner auf lokaler Ebene gewinnen können, Fachkräfte in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern, weil ihre Arbeit Unterstützung und eine gesellschaftliche Würdigung findet und schließlich die Freiwilligen selbst, weil sie neben einer sinnvollen Beschäftigung auch persönlich bereichernde Erfahrungen sammeln können.

Wie können Freiwillige gewonnen und gehalten werden? Wie können die anfallenden Aufgaben verteilt werden, dass jeder sich gefordert, aber auch wohl fühlt? Und welche Herausforderungen bietet der Generationenwechsel? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das Forum zum Thema Ehrenamt.



(4) Potenziale nutzen – Menschen mit Migrationshintergrund in entwicklungspolitischen Projekten
Elke Cybulla, Integrationsbeauftragte, Stadt Konstanz
Saliou Gueye, Integrationsbeauftragter, Stadt Ludwigsburg
Dr. Stefan Wilhelmy, Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, Bonn

In zahlreichen baden-württembergischen Städten und Gemeinden leben Menschen mit Migrationshintergrund, viele von ihnen kommen aus Entwicklungs- oder Schwellenländern. In der neuen Heimat setzen sie sich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen in ihren Herkunftsländern ein, informieren über die Situation vor Ort, beschaffen finanzielle Mittel oder versenden Hilfsgüter.

Aber nicht alle kennen geeignete Mittel, um hier aktiv zu werden oder wissen Stellen, an die man sich wenden kann, um Projekte selbst durchzuführen oder zu unterstützen. Andererseits gibt es Vereine oder kommunale Verwaltungen, die gern mehr Migranten in ihre Aktivitäten einbinden würden.

Wie können Menschen mit Migrationshintergrund für freiwilliges, ehrenamtliches Engagement gewonnen werden? Wie kann ihr Wissen und Know-how für entwicklungspolitische Projekte z. B. in ihren Heimatländern eingesetzt werden? Das Forum stellt Möglichkeiten vor, die Einbindung von Migranten auf lokaler Ebene für alle gewinnbringend zu nutzen: zur Stärkung der kommunalen Entwicklungspolitik, zur Verbesserung der interkulturellen Kompetenz in den Kommunen sowie zur Förderung von Integration.



(5) Fairen Handel lokal verankern – Das Modell Fairtrade-Towns
Kathrin Bremer, Leiterin der Kampagne Fairtrade-Towns, TransFair e. V., Köln
Ulrich Narr, Persönlicher Referent des Oberbürgermeisters, Universitätsstadt Tübingen

2010 kauften deutsche Verbraucher Fairtrade-zertifizierte Produkte im Wert von 340 Millionen Euro – eine Steigerung zum Vorjahr von etwa 27 Prozent. Eine größere Produktvielfalt, mehr Fairtrade-Hersteller, größeres Engagement im Handel und in der Gastronomie sowie die verstärkte Verbrauchernachfrage sind Gründe dafür.

Den Fairen Handel aber noch weiter zu verankern und möglichst viele unterschiedliche Akteure dafür zu gewinnen, ist das Ziel der Kampagne Fairtrade-Towns. Seit Januar 2009 können sich Kommunen in Deutschland um den Titel „Fairtrade-Stadt“, „Fairtrade-Kreis“ oder „Fairtrade-Gemeinde“ bewerben. Über 60 Fairtrade-Towns gibt es mittlerweile in Deutschland. In Baden-Württemberg tragen Freudenstadt, Heidelberg, Karlsruhe, Kirchheim/Teck, Ludwigsburg, Meckenbeuren, Rottenburg am Neckar, Tettnang, Tübingen und die Stuttgarter Stadtteile Degerloch und Wangen den Titel. Unterschiedliche Akteure aus Handel, Politik und Zivilgesellschaft wirken dort zusammen, um den Fairen Handel in ihrer Kommune zu stärken.

Viele weitere Städte, Gemeinden und Stadtteile stehen bereits in den Startlöchern und überlegen, konkrete Schritte zu unternehmen, um Fairtrade-Town zu werden. Jede Bürgerin und Bürger kann den Prozess dazu anstoßen. Was Sie in Ihrem lokalen Wirkungskreis tun können, welche Kriterien erfüllt sein müssen und welche Möglichkeiten es allgemein gibt, den Fairen Handel in Ihrer Stadt oder Gemeinde zu stärken erfahren Sie bei diesem Forum.


Anmeldeformular Aktionstag 3. Dezember 2011 [36.0 KB] Anmeldeformular Aktionstag 3. Dezember 2011 [36.0 KB]


Einladung Aktionstag zur Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit am 3. Dezember 2011 [826.0 KB] Einladung Aktionstag zur Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit am 3. Dezember 2011 [826.0 KB]



Zur Übersicht [Alt+x]Zurück [Alt+y]

Anschrift

Stiftung Entwicklungs - Zusammenarbeit
Baden-Württemberg (SEZ)

Werastraße 24
70182 Stuttgart

Telefon:
0711 / 2 10 29-0

Telefax:
0711 / 2 10 29-50

E-Mail:
info@sez.de

www.sez.de


ITOGETHER * SEZ Baden-Württemberg Meine Welt Deine Welt Eine Welt Entwicklungsländer Lebenswelten Entwicklungspolitik Weltladen Kooperationspartnern SEZ Aktionshandbuch Kommunale Entwicklungszusammenarbeit Globalisierung Karl-Heinz Böhm Partnerschaftsbörse Entwicklungszusammenarbeit Weltkindertag 2006 Weltfrieden Lateinamerika Weltkindertag